Magnitude (Größe)


Die Magnitude (oder Größe) einer Mondfinsternis bezeichnet die Eindringtiefe des Mondes (genauer, seines dem Zentrum des Erdschattens am nächsten gelegenen Randes in der Projektion) in den Erdschatten, und zwar in Einheiten von Monddurchmessern (3476 km). Bei einer partiellen Mondfinsternis der Größe 0,6 liegt der "innere Rand" also etwa 2085 Kilometer innerhalb des Kernschattens, 1390 km verbleiben im Halbschatten. Finsternisse mit umralen Größen über 1 sind total, d.h. auch der "äußere Rand" befindet sich innerhalb des Kernschattens.

umbral-magnitude

Analog ist bei einer Halbschattenfinsternis der penumbralen Göße 0,5 der Mond zur Hälfte in den Halbschatten der Erde eingedrungen. Da die Breite des Halbschattens (vom äußeren Rand bis zum Rand des Kernschattens) zufällig etwa einem Monddurchmesser entspricht, ist eine Halbschattenfinsternis gößer 1 zumeist auch eine partielle Mondfinsternis. Eine zentrale Finsternis, bei der der Mond (fast) genau durch das Zentrum des Erdschattens läuft, hat ungefähr eine umbrale Göße von 1,8 bis 1,85; der Maximalwert variiert mit dem Abstand des Mondes von der Erde sowie mit dem Abstand Erde-Sonne. penumbral-magnitude


Autor: Thomas Ule, letzte Änderung 13.11.2016